Tauschparty für Kinderkleidung
- Beitrag veröffentlicht:5. November 2022
- Beitrags-Kategorie:Tirol
Tolle Resonanz bei unserer Tauschbörse für Kinderkleidung in Innsbruck am 5.11.2022! Danke an das ekiz für die gute Zusammenarbeit und natürlich an das ganze Team der Parents for Future Tirol und alle Besucher:innen!
Lena sitzt in ihrem spärlich beleuchteten Büro in Tirol und packt ihre Sachen. Sie ist 35 und eine brillante Forscherin im Bereich Wasserwirtschaft und Klimaresilienz. Doch die Kürzung der Forschungsgelder ist das Todesurteil für ihre Forschung.
Der versprochene „Green-Tech-Cluster“ existiert nur auf dem Papier. Lena wird Österreich verlassen; sie hat ein Angebot aus China angenommen. Sie blickt auf die Berge, die sie so gut kennt, und fühlt sich verraten. Die nächste Generation junger Forscher wird ihr folgen.
Das Land verliert seine besten Köpfe und damit die Fähigkeit, selbst Lösungen für die wachsenden Krisen zu entwickeln. Ihre Forschung, die die Heimat retten könnte, wird nun im Ausland bezahlt. Eine bittere Ironie.
Ist das die Zukunft: Brain-Drain, gestoppter Fortschritt und die Abhängigkeit von anderen?
#KehrtwendeVerpasst: Empowerment, Ungleichheit
Lena steht in ihrem hochmodernen Labor in Innsbruck. Sie ist 35 und Teil eines massiv geförderten Forschungsnetzwerks zu Wasser- und Klimaresilienz. Dank der hohen Investitionen in die Grundlagenforschung herrscht Aufbruchsstimmung.
Ihr Team arbeitet eng mit der Wirtschaft zusammen, um innovative Lösungen für die Wasserkraftwerke und die Landwirtschaft zu entwickeln. Die finanziellen Anreize und die Gleichstellung haben den Brain-Drain gestoppt und Tieol zu einem attraktiven Standort für junge, kluge Köpfe gemacht.
Lena ist stolz darauf, ihre Heimat mit konkreten wissenschaftlichen Lösungen zu sichern und der nächsten Generation eine echte Chance auf eine lebenswerte Zukunft zu geben. Sie ist Anführerin der Wende.
Ist das die Chance, die wir ergreifen: mutige Wissenschaft, eigene Lösungen und globale Führerschaft?
#KehrtwendeErfolgreich: Empowerment, Ungleichheit
Maria beginnt ihre Schicht im Villacher Spital und ist bereits erschöpft. Die Hitzewellen haben die Stadt zur unerträglichen „Glut-Zone“ gemacht. Die Station ist überfüllt mit älteren Menschen – die Schwächsten sind den Klimafolgen schutzlos ausgeliefert.
Personalmangel ist chronisch. Der Ausfall der Klimaanlage vor zwei Wochen wegen des überlasteten Stromnetzes war ein Albtraum. Es fehlt an Investitionen in die kritische Infrastruktur.
Maria fühlt sich machtlos, weil sie nicht die Zeit und Ruhe hat, die Patienten angemessen zu versorgen. Sie ist nicht nur Pflegekraft, sondern auch Seelentrösterin für Menschen, die unter den Bedingungen leiden, die die Politik geschaffen hat. Sie leistet Aufopferung auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit.
Ist das der Zustand, in dem wir die Schwächsten zurücklassen: Chaos, Überlastung und die Angst vor dem nächsten Kollaps?
#KehrtwendeVerpasst: Ungleichheit, Energie, Empowerment
Maria beendet ihre Schicht und fühlt sich trotz der Anstrengung erfüllt. Villach hat früh und massiv in klimaresiliente Spitäler und Pflegezentren investiert. Die Arbeitsbedingungen sind gut: Durch bessere Bezahlung und Ausbildungsprogramme gibt es genug Personal.
Die Stadt selbst ist eine „Schwammstadt“ geworden, die für kühle Luft sorgt. Maria muss sich keine Sorgen um die Infrastruktur machen, da das System stabil und geschützt ist.
Sie ist stolz auf ihren Beruf und weiß, dass sie in einem solidarischen Land arbeitet, das seine Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt stellt. Sie hat die Zeit, ihren Patientinnen und Patienten nicht nur Medikamente zu geben, sondern auch echte Fürsorge.
Ist das unsere Zukunft: Sicherheit, ein funktionierendes System und eine fürsorgliche, kühle Stadt?
#KehrtwendeErfolgreich: Ungleichheit, Energie, Empowerment
Hannes steht an der Rezeption seines Familienhotels und sieht die leeren, gespenstischen Zimmer. Die Buchungen brechen ein. Die unsichere Schneelage und die Mure, die die Skilifttrasse wegriss, sind die direkte Folge des gescheiterten Klimaschutzes.
Er muss die explodierenden Energie- und Lebensmittelpreise auffangen, was er nicht ewig an die wenigen Gäste weitergeben kann. Das Personal wandert ab, die Unsicherheit ist erdrückend. Die Seen sind gekippt, der Sommer bietet kaum Entlastung.
Hannes fühlt, wie ihm das Lebenswerk verloren geht. Was soll er seinen Kindern hinterlassen? Ein Hotel auf Sand? Sein Großvater hat dieses Haus aufgebaut. Er hat es verloren.
Ist das der Preis für das Ignorieren der Realität: ein sterbender Tourismus und leere Dörfer?
#KehrtwendeVerpasst: Energie, Ernährung, Armut
Hannes lächelt breit, sein Hotel ist ausgebucht. Er hat den Mut bewiesen, den Tourismus neu zu definieren. Die Konzentration auf Bahn-Tourismus und umweltfreundliche Mobilität hat einen neuen, stabilen Kundenkreis gewonnen.
Die (großteils) pflanzliche, wohlschmeckende Küche aus regionalen Produkten ist ein Hit und hat die Kosten gesenkt. Die Photovoltaik-Anlage am Dach und die eigene E-Auto-Flotte halten die Energiekosten im Griff. Die Wende war anstrengend, aber es hat sich gelohnt.
Gerade kommt ein Stammgast und möchte gleich für das nächste Jahr vorbuchen. Hannes hat sein Familienunternehmen gerettet und eine stabile Zukunft für seine Familie geschaffen. Die Heimat ist schön, weil sie zukunftsfähig ist.
Ist das die Kraft des Wandels: Innovation, Regionalität und gesicherte Arbeitsplätze?
#KehrtwendeErfolgreich: Energie, Ernährung, Armut
Leo presst seine Stirn gegen die Hauswand und sucht verzweifelt Schatten. Es ist unerträglich heiß. Der brennende Beton in Wien löst bei ihm Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme aus. Der Stromausfall letzte Woche, weil das Netz überlastet war, hat seine Uni-Prüfung in Gefahr gebracht. Er ist im Studium zurückgeworfen.
Seine größte Sorge: seine Oma, die alleine in ihrer Dachgeschosswohnung. Die Hitze dort ist lebensgefährlich, ein klares Zeichen, dass diese Stadt ihre Schwächsten im Stich lässt. Nachher muss er noch diese wenigen, teuren Flaschen Wasser kaufen. Die Wasserversorgung konnte seit dem letzten Hochwasser noch nicht wiederhergestellt werden.
Er fühlt die Isolation und Hilflosigkeit der Älteren und die Wut auf eine Gesellschaft, die es nicht geschafft hat, sich auf das Offensichtliche vorzubereiten. Die Großstadt, die pulsieren sollte, ist zur Hitzefalle und zum Isolationsraum geworden.
Ist das unsere Zukunft in der Großstadt: Krankheit, Einsamkeit und permanenter Stress?
#KehrtwendeVerpasst: Ungleichheit, Energie, Empowerment
Leo sitzt entspannt in einer kühlen „Schwammstadt-Oase“ mitten in Wien. Der Duft von feuchtem Erdreich und kühlem Grün ersetzt den beißenden Geruch von heißem Asphalt. Die Stadt hat massiv in grüne Infrastruktur investiert. Das hilft nicht nur ihm, sondern stabilisiert auch die Energie- und Wasserversorgung.
Das klimaneutrale Öffi-Netz funktioniert perfekt. Seine Oma wohnt jetzt in einer klimasicheren, geförderten Wohnung und verbringt die warmen Nachmittage im schattigen Gemeinschaftsgarten. Die soziale Fürsorge und das Netzwerk in der Stadt funktionieren.
Leo ist befreit von der Sorge um seine Oma und kann sich voll auf sein Studium konzentrieren. Die gerechte, kühle Stadt ist nicht länger eine Utopie, sondern Realität. Er spürt eine neue Leichtigkeit in seinem Leben.
Ist das die Chance, die wir ergreifen: eine gerechte, gesunde und kühle Stadt für alle?
#KehrtwendeErfolgreich: Ungleichheit, Energie, Empowerment
Lisa schließt den kleinen Laden ab, in dem sie arbeitet, und der Schlüssel fühlt sich kalt und schwer an – wie eine Last. Sie starrt auf die leeren Stellen in den Regalen, die durch die zusammengebrochenen, globalen Lieferketten und Missernten entstanden sind. Die Preise sind ein einziger Witz, ein Albtraum am Kühlregal.
Für Lisa, die ihre Kinder alleine großzieht, bedeutet das: permanente existenzielle Angst. Jeden Abend checkt sie ihren Kontostand, statt mit ihren Kindern die Hausaufgaben zu machen. Die Gemeinschaft im Waldviertel ist angespannt. Die Nachbarn meiden einander, weil jeder um die knappen Ressourcen kämpft.
Die Freude am Leben? Erstickt unter der ständigen Sorge um den Verlust des Jobs und die Sorge, den Kühlschrank nicht mehr füllen zu können. Lisa spürt die ungesicherte Zukunft ihrer Kinder als physischen Schmerz in der Brust. Ihre größte Angst: Dass ihre Kinder die Last der fehlenden Sicherheit übernehmen müssen.
Ist das die Realität, die wir akzeptieren: Jobangst, Knappheit und soziale Isolation?
#KehrtwendeVerpasst: Armut, Ungleichheit, Ernährung
Lisa schließt den modernen, hellen Laden ab und lächelt – ein ehrliches, tiefes Lächeln. Das Gefühl von Stabilität und Fairness ist heute ihr ständiger Begleiter. Durch den konsequenten Ausbau regionaler, nachhaltiger Netzwerke ist die Versorgung nicht nur gesichert, sondern sinnstiftend.
Ihr Arbeitsplatz ist heute mehr als nur kassieren. Sie berät ihre Kunden, die wieder echte Kaufkraft haben, zu regionalen und fairen Produkten. Sie weiß, dass sie mit ihrer Arbeit direkt zum Zusammenhalt beiträgt. Das Waldviertel ist durch gemeinsame Projekte zur Nahversorgung und Energie-Autarkie zusammengewachsen. Man hilft einander.
Die Investitionen in sichere, grüne Arbeitsplätze haben ihre Existenz gesichert. Sie weiß: Ihr Arbeitsplatz ist sicher, und sie ist ein wichtiger Anker in ihrem Ort. Heute Abend kann sie ihren Kindern eine Gutenachtgeschichte vorlesen, ohne heimlich die Preise im Kopf zu vergleichen. Sie hat Zukunft geschenkt bekommen und gibt sie weiter.
Ist das der Weg, den wir einschlagen: sichere Jobs, Stabilität und eine starke Gemeinschaft?
#KehrtwendeErfolgreich: Armut, Ungleichheit, Ernährung
Thomas blickt auf die verdorrten Halme vor seinem Bauernhof, während die Abendsonne hinter den Bergen versinkt. Morgen wird die letzte Kuh abgeholt. Wer nicht mit den Großen und ihren Subventionen mithalten kann, muss gehen. Die Mure, die seine Streuobstwiese und den Stadl mit den Futtervorräten hinwegriss, hat auch ein Loch in sein Herz geschlagen. Er weiß: So wie bisher geht es nicht mehr weiter.
Die Sommer sind gnadenlos heiß, die Gewitter zerstörerisch. Sein Nachbar hat längst aufgegeben – nach einem tödlichen Zwischenfall mit einer Kuh wurde er verklagt, die Schulden haben ihn am Ende das Leben gekostet. Um überleben zu können, müsste auch Thomas immer mehr Kühe halten und immer größere Mengen an Futter auftreiben – doch das System ist längst am Anschlag.
Thomas seufzt tief. Seine Kinder haben ihn gestern gefragt, ob sie später noch hier leben können. Er konnte ihnen nicht in die Augen schauen und versprechen, dass dieser Hof, diese Berge, noch ihre Heimat bleiben. Vor seinen Augen bricht das Leben weg, das Generationen aufgebaut haben. Das Gewicht der Geschichte drückt auf seine Schultern. Zum ersten Mal denkt er nicht nur an Aufgeben: er fühlt, dass er es vielleicht tun muss.
Ist das die Erbschaft, die wir unseren Kindern hinterlassen: Angst, Verzicht und der Verlust unserer Lebensgrundlage?
#KehrtwendeVerpasst: Energie, Ernährung, Ungleichheit
Heute steht Thomas vor seiner Alm, die schon sein Urgroßvater bewirtschaftet hat, und hört das helle Kinderlachen durch die Wiesen hallen. Die lange Tafel im Schatten der alten Streuobstwiese ist gedeckt für das Bergkräuter-Picknick, das längst zum Geheimtipp geworden ist. Er trägt gerade den Krug mit frischem Most herbei, während seine Frau die Picknickkörbe richtet. Ihre Hände berühren sich im Vorübergehen – eine kleine Geste, die mehr sagt als Worte: Wir haben es geschafft.
Thomas hat seine Landwirtschaft neu ausgerichtet – Slow Tourism, regionale Spezialitäten, Vielfalt statt Masse. Förderungen haben es möglich gemacht, kleinbäuerliche Traditionen klimaresilient weiterzuführen. Nicht weit entfernt schlängelt sich der beliebte „Windrad-Wanderweg“ durch die Hänge: Gäste erholen sich dort gerne und stauben, wie Windkraft und bäuerliche Kulturlandschaft zusammengehen.
Da stürmt sein achtjähriger Sohn herbei, die Schüssel voller Himbeeren fast überquellend. „Papa, das hier gehört uns! Ich mach weiter!“ sagt er stolz. Thomas schaut ihm in die funkelnden Augen und spürt, wie etwas von der Schwere der letzten Jahre von seinen Schultern fällt. In diesen Augen liegt nicht nur Zukunft – darin liegt auch Vertrauen. Vertrauen darauf, dass Heimat lebendig bleiben kann, wenn man sie bewahrt und neu denkt.
Ist das die Zukunft, für die wir kämpfen: Geborgenheit, Selbstbestimmung und eine intakte Heimat?
#KehrtwendeErfolgreich: Energie, Ernährung, Ungleichheit
Ich bin Franz, und mir bleibt der Bissen im Hals stecken beim Abendessen. Die VOEST, mein Leben, wandert ab. Die fehlende Stromversorgung in Österreich, weil Windräder aus ideologischen Gründen blockiert wurden, war der Todesstoß für unsere Industrie. Unsere Arbeitsplätze, unsere Zukunft, alles weg.
Ich blicke in die besorgten Gesichter meiner Familie. Meine Frau ist Buchhalterin und hat keine Aufträge mehr, weil die gesamte Industrie stirbt. Meine Tochter hat gerade ihren Job verloren, weil in Linz niemand mehr die Kaufkraft hat. Linz ist eine heiße, graue Betonwüste geworden.
Ich habe mein ganzes Leben, 40 Jahre, für diesen Konzern gearbeitet. Jetzt fühle ich mich betrogen und weggeworfen. Die Zukunft ist eine bittere Pille, die ich meinen Kindern nicht zumuten wollte.
Ist das der Dank für ein Leben harter Arbeit: Zukunftsangst und der Verlust der Existenzgrundlage?
#KehrtwendeVerpasst: Energie, Ungleichheit, Armut
Ich bin Franz, und mir bleibt der Bissen im Hals stecken beim Abendessen. Die VOEST, mein Leben, wandert ab. Die fehlende Stromversorgung in Österreich, weil Windräder aus ideologischen Gründen blockiert wurden, war der Todesstoß für unsere Industrie. Unsere Arbeitsplätze, unsere Zukunft, alles weg.
Ich blicke in die besorgten Gesichter meiner Familie. Meine Frau ist Buchhalterin und hat keine Aufträge mehr, weil die gesamte Industrie stirbt. Meine Tochter hat gerade ihren Job verloren, weil in Linz niemand mehr die Kaufkraft hat. Linz ist eine heiße, graue Betonwüste geworden.
Ich habe mein ganzes Leben, 40 Jahre, für diesen Konzern gearbeitet. Jetzt fühle ich mich betrogen und weggeworfen. Die Zukunft ist eine bittere Pille, die ich meinen Kindern nicht zumuten wollte.
Ist das der Dank für ein Leben harter Arbeit: Zukunftsangst und der Verlust der Existenzgrundlage?
#KehrtwendeVerpasst: Energie, Ungleichheit, Armut